1,1 Mio € Schmerzensgeld für ein künstliches Knie

Um endlich angemessene Schmerzens­geldbeträge Realität werden zu lassen, haben wir uns entschlossen, einen Musterprozess nach dem tagessatz­basierten Schmerzensgeld­modell zu führen. Wenn wir tatsächlich wollen, dass gerechtere Schmerzensgeldbeträge Tages­ordnung werden, dann müssen wir handeln. Das genau haben wir mit dem Musterverfahren getan. Das Verfahren ist beim Landgericht Berlin zum Aktenzeichen 43 O 304/12 anhängig. Die Klageforderung beläuft sich auf rund 1,1 Mio €.

Sie wurde auf der Basis des im Handbuch Schmerzens­geld von uns mit entwickelten Bemessungs­systems erstellt. Es geht um eine Knie­verletzung – als führende Verletzung neben weiteren Begleit­verletzungen – wobei der Kläger sein Kniegelenk verloren hat. Ihm wurde ein künstliches Kniegelenk (TEP) eingesetzt. Das nach herkömmlicher Bemessungs­praxis zu zahlende Schmerzens­geld beträgt zwischen 40.000,-- € und 60.000,-- €. Die Klagesumme umfasst also den mehr als 20fachen Betrag. Sie wurde nach den Maßstäben des im Handbuch Schmerzens­geld entwickelten neuen Kriterien errechnet.

Ansprüche auf Schmerzensgeld

Zur Sicherung Ihrer Schmerzensgeldansprüche nach diesem tagessatzbasierten Modell können Sie sich an die Schutzgemeinschaft Schmerzensgeld e.V. wenden. Nähere Informationen erhalten Sie unter www.entschaedigung.com

Mit dem Handbuch Schmerzensgeld sowie dem Musterverfahren vor dem Landgericht Berlin haben wir einen Stein ins Rollen gebracht. So hat sich aufgrund dessen der 52. Deutsche Verkehrsgerichtstag in Goslar 2014 mit dem Thema der Schmerzensgeldbemessung befasst. Die Autoren haben vor dem Arbeitskreis II das neu entwickelte Berechnungsmodell vorgestellt. Dieses blieb auch nicht ohne Einfluss auf die Abschlussempfehlungen, die der Arbeitskreis immer am Ende seiner zweitägigen Arbeit vorlegt.

In den Empfehlungen des Arbeitskreises II auf dem 52. Deutschen Verkehrsgerichtstag 2014 in Goslar wurde nach kontroverser Diskussion unter Beteiligung der Autoren aufgenommen, dass trotz der derzeitigen Rechtspraxis der Blick nicht versperrt sein sollte, andere Lösungsansätze – gemeint offenkundig die Vorschläge der Autoren – in Betracht zu ziehen. - Rechtsanwältin Gesine Reisert, Fachanwältin für Strafrecht und Verkehrsrecht, Berlin

Weitere Informationen finden Sie
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Das Verkehrsrechtliche Mandat (PDF).

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System zur Sicherung der Schmerzensgeldansprüche

Wir haben ein neues System entwickelt zur Sicherung Ihrer Schmerzensgeld­ansprüche. Dies ist das tagessatzbasierte Modell der Berechnung des Schmerzensgeldes. Hierfür haben wir ein Handbuch Schmerzensgeld geschrieben. Ferner führen wir einen Musterprozess in Berlin, um dieses Schmerzensgeld bundesweit durchzusetzen. Wir vertreten die Auffassung, dass das Schmerzensgeld in Deutschland für Verletzte zu niedrig ist. Von daher ist eine Erhöhung notwendig. Schildern Sie uns doch einfach Ihren Fall und teilen Sie uns mit, ob Sie mit dem Angebot des Versicherers auf Zahlung von Schmerzensgeld einverstanden sind oder nicht.

Nutzen Sie hier unsere kostenlose Anfrage und die kostenlose Telefon­nummer 0800 212 313 4. Bitte beachten Sie auch, dass wenn Sie ein Angebot von Versicherern auf Schmerzensgeldzahlung bekommen, Sie nie vorschnell eine Abfindungserklärung unterschreiben, da dann keine Nach­regulierung möglich ist.

Besser ist es natürlich, Sie kommen gleich zu einer spezialisierten Kanzlei, die ausschließlich Personengroßschäden bearbeitet, weil Sie dann gar nicht erst in die Gefahr geraten, zu niedrige Schmerzensgeld­zahlungen zu akzeptieren.

Überlassen Ihr Schmerzensgeld nicht dem Zufall. Arbeiten Sie mit Profis zusammen. Es geht um Ihren Fall und Ihr Geld.

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FAQ Schmerzensgeld

Was genau bedeutet Schmerzensgeld?

Schmerzensgeld bezieht sich auf den geldwerten Schadenersatz, der aus der Verletzung von sogenannten immateriellen oder ideellen Schäden resultiert. Diese Schäden sind nicht in Geld messbar und umfassen neben physischen Schmerzen auch psychische Belastungen, die infolge einer Körperverletzung, eines Unfalls oder einer Belästigung auftreten. Es handelt sich dabei um eine sogenannte Genugtuungs- und Ausgleichsfunktion für den Geschädigten. Durch die Zahlung des Schmerzensgeldes sollen folglich Schäden ausgeglichen werden. Wer z.B. körperliche Schäden aus einem nicht selbst verschuldeten Autounfall davonträgt, dem wird Schmerzensgeld zugesprochen. Ähnlich verhält es sich mit psychischen Schäden, die beispielsweise durch Mobbing oder Belästigung entstanden sind.

In § 823 BGB ist geregelt, wann Anspruch auf Schmerzensgeld besteht. Dort heißt es, dass eine Verletzung des Körpers sowie eine Beeinträchtigung der Gesundheit, der Freiheit oder ebenso der sexuellen Selbstbestimmung Anlässe für die Zahlung von Schmerzensgeld sind. Bei der Frage, ob einem Geschädigten Schmerzensgeld zusteht, ist aber immer der Einzelfall zu berücksichtigen.

 

Wie berechnet sich das Schmerzensgeld?

Für die Berechnung des Schmerzensgeldes gibt es keine gesetzlichen Vorgaben. Die Höhe legen die Gerichte innerhalb ihres Ermessensspielraums unter Berücksichtigung der Besonderheiten des konkreten Einzelfalls fest. Folgende Faktoren haben Einfluss auf die Höhe des Schmerzensgeldes:

  • Schwere & Art der Verletzung
  • Dauer, Ausmaß & Intensität der Schmerzen
  • Behandlungsdauer
  • Stationärer Krankenhausaufenthalt & dessen Dauer
  • Alter des Geschädigten
  • Vorliegen & Dauer einer Arbeitsunfähigkeit
  • Eigenes Mitverschulden
  • Ausmaß der Lebensbeeinträchtigung
  • Vorliegen eines Dauerschadens
  • Vorliegen psychischer Auswirkungen & Folgeschäden
  • Wirtschaftliche Lage des Schädigers
  • Verschuldensgrad des Schädigers

Wie hoch das Schmerzensgeld ausfällt, ist nicht pauschal zu sagen, da immer die Umstände des Einzelfalls betrachtet werden. In sogenannten Knochentabellen sind aus den Urteilen der letzten Jahre Richtwerte erstellt worden, die eine grobe Orientierung bieten.

 

Wie kann ich auch von meinem Arzt Schmerzensgeld verlangen?

Im Rahmen der Arzthaftung können Sie auch von Ihrem Arzt Schmerzensgeld verlangen. Danach haftet ein Arzt, wenn er einen Behandlungsfehler begangen oder die erforderliche Aufklärung unterlassen bzw. fehlerhaft ausgeführt hat.

Damit ein Behandlungsfehler Schmerzensgeldansprüche auslöst, muss es sich um einen groben Fehler handeln. Ein solcher grober Behandlungsfehler liegt vor, wenn der Arzt gegen gesicherte medizinische Erkenntnisse oder gegen bewährte Behandlungsmethoden seines Berufsstandes verstößt und der Fehler nicht objektiv nachvollziehbar bzw. vertretbar ist. Es handelt sich vor allem um solche Fehler, die einem Arzt bei Einhaltung der gebotenen Sorgfalt nicht unterlaufen würden. Ob ein grober Behandlungsfehler vorliegt, beurteilt das Gericht. Es stützt sich dabei auf tatsächliche Anhaltspunkte unter Heranziehung eines medizinischen Sachverständigen.

Damit Patienten die Risiken und Folgen einer medizinischen Behandlung besser abschätzen können, ist eine umfassende Aufklärung über diese unerlässlich. Daher sind Ärzte gesetzlich dazu verpflichtet, ihre Patienten so genau wie möglich über die Risiken und eventuellen Folgen einer Behandlung aufzuklären – mögen sie auch noch so unwahrscheinlich sein. Daher kann ein Verstoß gegen diese Pflicht Schmerzensgeldansprüche auslösen.

Schmerzensgeld steht Patienten jedoch nicht zu, wenn der erhoffte Erfolg – etwa die Heilung oder eine signifikante Besserung – trotz ordnungsgemäßer und gewissenhafter Behandlung nicht eingetreten ist.

 

Wie lange nach einem Unfall kann ich Schmerzensgeld geltend machen?

Der Anspruch auf Schmerzensgeld unterliegt einer Verjährungsfrist von drei Jahren. Daher sollten Sie innerhalb dieser Frist einen Rechtsanwalt mit der gerichtlichen Geltendmachung und der Durchsetzung Ihres Anspruchs beauftragen. Ein Rechtsanwalt berät Sie juristisch und empfiehlt Ihnen eine Vorgehensweise sowie die erforderlichen nächsten Schritte. Ein Rechtsbeistand ist Experte auf dem Gebiet und kann Sie bestmöglich beraten.

 

Kann ich Schmerzensgeld von meiner Versicherung verlangen?

>Ein Anspruch auf Schmerzensgeld besteht nur gegenüber demjenigen, der den (immateriellen) Schaden verursacht hat. Er muss für den durch ihn entstandenen Schaden aufkommen – entweder aus seinem privaten Vermögen oder seine Versicherung übernimmt die Zahlung. Von Ihrer eigenen Krankenversicherung können Sie lediglich Ersatz für die Kosten einer ärztlichen Behandlung verlangen. Ihre Versicherung deckt etwa einen materiellen Schaden ab, der auf einen Verkehrsunfall zurückzuführen ist. Ebenso kommt sie für Schäden auf, die dem Unfallgegner entstanden sind.

 

Kann ich Schmerzensgeld nur verlangen, wenn ich arbeitsunfähig bin?

Nein. Das Vorliegen einer Arbeitsunfähigkeit ist keine Voraussetzung für einen Schmerzensgeldanspruch, jedoch beeinflusst diese und deren Dauer die Höhe des Schmerzensgeldes. Wie hoch der Betrag im Einzelfall ausfällt, lässt sich nicht pauschal sagen, da dieser im Ermessen des zuständigen Gerichts liegt. Es gibt aber einige Tabellen, in denen aus Urteilen der vergangenen Jahre eine Art Leitfaden erstellt wurde.